Philosophie

 

MCS-Kranke sind das Frühwarnsystem unserer überchemisierten Gesellschaft. (Greenpeace)

Als Leiter der MCS-Liga Schweiz ist es mein Ziel die Umweltkrankheit MCS zur Anerkennung zu führen. Darum mache ich auch seit über 10 Jahren intensive Öffentlichkeitsarbeit in zahlreichen TV Sendungen und Zeitungsberichten. Ich habe durch meine Arbeit hunderte von MCS-Betroffenen und ihre Not kennen gelernt. Es liegt mir am Herzen für andere Betroffene das Leben mit MCS zu erleichtern. Weil ich in den Medienbeiträgen oft nicht alles sagen kann, was mir wichtig ist, nutze ich hier diese Seite um mich ausführlicher zu erklären. MCS ist ein Warnsignal der Natur. Greenpeace schreibt: Der Bio-Indikator "Mensch" schlägt Alarm. Wir brauchen viel mehr sensibilisierte Menschen in Wirtschaft und Politik denen Umweltanliegen und soziales Denken wichtig sind. (MCS = Multiple Chemical Sensitivity)

MCS ist eine schwere Chemikalien-Unverträglichkeit verursacht durch Umwelt-Schadstoffe. Ganzheitlich denkenden Menschen ist bewusst, dass noch viel mehr Umdenken stattfinden muss auf dem Gebiet Klimawandel und Umweltschutz. Es gibt höhere Werte als den kurzfristigen materiellen Profit auf Kosten von Mensch und Natur. Es braucht neue effektivere Gesetze, die jenen Firmen Vorteile verschaffen, die umweltgerecht und energiebewusst arbeiten.

Neue Studien belegen dass tausende US-Soldaten, die am MCS-typischen Golfkriegssyndrom erkrankt sind, durch Chemikalien, die im Krieg eingesetzt wurden, geschädigt wurden. Die Umweltkrankheit MCS ist eine völlig logische Folge, eine Reaktion auf eine überchemisierte Umwelt. Unser menschliches Warnsystem möchte uns etwas Wichtiges sagen. Nur schon die allgegenwärtigen Duftstoffe, der Zwang alles künstlich parfümieren zu müssen, zeigt das da etwas nicht stimmt, das man da offensichtlich übers Ziel hinausschiesst. So wie beissender Zigarettenrauch für viele Menschen schmerzhaft einzuatmen ist, genauso ätzend und schmerzhaft ist für viele Umweltkranke das Einatmen von Parfüms, Dieselabgasen, Lösungsmitteln und andern flüchtigen Ausgasungen.  Wir versuchen durch unsere Öffentlichkeitsarbeit auch Menschen die keine solchen Krankheiten haben, verständlicher zu machen um was es bei diesem Leiden geht und dass es eine schwere chronische Krankheit ist.

Wir versuchen verständlicher zu machen was es heisst, nicht mehr unter die Leute gehen zu können und nichtmehr mit Freunden zusammensitzen und am öffentlichen Leben teilnehmen zu können, weil einem die allgegenwärtigen Duftstoffe von Kosmetik, Waschmitteln, Parfüms, Putzmitteln in den Lungen schmerzen und einem krank machen.

Seit 50 Jahren MCS-krank

Seit meiner frühesten Kindheit bin ich umweltkrank und leide unter starken MCS-Symptomen, also seit über 50 Jahren. Ein weiterer Beweis, dass MCS keine "neue Mode-Krankheit" ist. Ich wurde mit meiner schweren MCS-Erkrankung über fünf Jahrzehnte nicht ernst genommen und habe deshalb oft ums Überleben gekämpft, in einer Welt, die lange Zeit keinerlei Verständnis hatte für diese Erkrankung. Auch habe ich mangels Hilfe und verträglichem Wohnraum jahrelang im Wohnwagen gelebt, habe oft auch im Freien geschlafen. Darum möchte ich mich im Namen von vielen MCS-Betroffenen, die Ähnliches erlitten haben, an die heute Verantwortlichen unserer Gesellschaft und unseres Gesundheitssystems wenden, mitzuhelfen da mehr Verständnis für Umweltkranke zu ermöglichen.

Die Pollenallergie zum Beispiel ist heute, anders als vor Jahrzehnten, völlig anerkannt. Jedem ist bewusst, dass winzige „harmlose“ Pollen heftige Krankheitsbeschwerden auslösen können. Genauso gibt es auch heftigste Reaktionen auf kleinste Spuren von Chemikalien. Ich litt schon als Kind enorm unter Pestiziden, Lösungsmitteln, Holzschutzmitteln, Chlor in Schwimmbädern und in Bleichmitteln, etc. Viele der Stoffe, die uns Umweltkranken Beschwerden bereiten sind eben industrielle Produkte. Darum appellieren wir an die Verantwortlichen von Industrie und Politik beim Thema Umweltkrankheit MCS sensibler hinzuhören, denn es ist ein wertvolles Signal, das hier gesendet wird. Wer umweltorientiert produziert hat schon sehr schnell immer mehr Marktvorteile, und Mensch und Natur danken es.

Hier möchte ich allen danken, die sich für unser Anliegen einsetzen. 

Christian Schifferle        

 

Leiter MCS-Liga Schweiz                                 www.mcs-liga.ch

Präsident     MCS-Wohnbaugenossenschaft              http://www.gesundes-wohnen-mcs.ch 

  

 

info@mcs-liga.ch 

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