Philosophie
MCS-Kranke
sind das Frühwarnsystem unserer überchemisierten Gesellschaft. (Greenpeace)
MCS-Kranke werden diskriminiert - das Überleben mit der Krankheit ist eine Geldfrage - die Anerkennung durch die Schulmedizin ist überfällig.
Das Zürcher MCS-Wohnprojekt ist zwar ein Meilenstein und ein Lichtblick, aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein - die Not der vielen Betroffenen nimmt weiterhin zu - das Engagement für die Anerkennung benötigt mehr Solidarität besonders der privilegierten Betroffenen und Sympathisanten - nur mit finanzstarken MCS-Stiftungen und Organisationen kann man etwas bewegen
Als Leiter der MCS-Liga Schweiz ist es mein Anliegen MCS- und CFS-kranken Menschen zu helfen und die Anerkennung dieser diskriminierten Krankheiten voran zu bringen. Praktisch unbemerkt von der grossen Öffentlichkeit spielt sich hier seit Jahrzehnten eine menschliche Tragödie ab. Chronischkranke Menschen mit schwersten Leiden werden diskriminiert und von der Schulmedizin wegen der schwierigen Diagnose und einer unsensiblen unzulänglichen Apparatemedizin unter dem Label "wissenschaftlich nicht nachweisbar" als "Hypochonder" oder "Simulanten" abgestempelt, und in unmenschliche Not und Verzweiflung getrieben. Praktisch alle Hilferufe und Bemühungen der Betroffenen um Anerkennung prallen an dieser sogenannt "wissenschaftlichen" Schulmedizin ab. Ein Skandal ! Mehr dazu weiter unten im Text.
Wegen dieser Diskriminierung mache ich seit über 20 Jahren intensive Öffentlichkeitsarbeit in zahlreichen TV Sendungen und Zeitungsberichten. Ich bin selber seit Kindheit MCS- und CFS-krank und ich bin auch elektrosensibel. Ich habe durch meine Öffentlichkeitsarbeit Hunderte von ähnlich Betroffenen kennengelernt, und ihre Not betrifft mich sehr. Gerne würde ich mehr helfen, doch gibt es noch soviele schmerzliche Widerstände. Es liegt mir am Herzen für andere Betroffene das Leben mit MCS zu erleichtern. Darum habe ich mit andern Betroffenen zusammen 2008 die Wohnbaugenossenschaft GESUNDES WOHNEN MCS gegründet, deren Co-Präsident ich heute bin. Für MCS-Kranke ist das Finden einer verträglichen Wohnung oft das grösste Problem. Das Leben mit MCS und vor allem gesunder Wohnraum ist oft sehr teuer und nur für finanziell besser gestellte Betroffene realisierbar. Mir geht es darum ein Zeichen zu setzen, dass gesunder MCS-verträglicher Wohnraum auch Menschen mit kleinen Einkommen ermöglicht werden muss. MCS-gerechtes Wohnen bedingt praktisch immer das Leben in einem verträglichen Einfamilienhaus in gesunder Wohnlage, oder wenn schon in einem Mehrfamilienhaus, dann nur mit einer strengen duftstofffreien MCS-Hausordnung und ohne Elektrosmog. Beide Wohnformen sind für die Betroffenen meist unerschwinglich und zudem auf dem freien Wohnungsmarkt praktisch nicht vorhanden. Zudem sind viele MCS-Kranke auf sich alleingestellt und bräuchten dringend Betreuung und Hilfe bei der Wohnungsbeschaffung. Diese umfassende und notwendige Hilfe kommt erst mit einer vollumfänglichen Anerkennung dieser Krankheit durch die Schulmedizin und die staatlichen Gesundheitsbehörden. Auch darum, um diese Sache der Anerkennung voranzubringen, bitte ich um Unterstützung bei der Gründung einer MCS-Stiftung ( eine internationale MCS-Hilfsorganisation. MCS = Multiple Chemical Sensitivity )
Es braucht auch eine Art "sozialen baubiologischen Wohnungsbau" auf hohem Niveau. Bis jetzt konnten sich nur finanziell gutgestellte Menschen und Betroffene hochwertige, gesunde und baubiologische Häuser leisten. Doch gesundes Wohnen ist für MCS-Kranke eine Notwendigkeit und kein Luxus und sollte nicht nur den Privilegierten vorbehalten sein. Mir geht es um Solidarität unter den Betroffenen und dass sich privilegiertere Betroffene aktiv dafür einsetzen, dass es den andern auch besser geht. Zudem braucht es private und öffentliche Bauträger, die günstige gesunde Wohnungen bauen für MCS-Betroffene mit kleinen Einkommen. Und es braucht wie gesagt bessergestellte Betroffene und Sympatisanten, die mithelfen eine internationale MCS-Stiftungen zu gründen, um konkret die Anerkennung von MCS durch professionelle Kampagnen voran zu bringen, um MCS-Wohnprojekte zu fördern, um MCS-kranken Menschen in Not zu helfen. Für die Gründung einer MCS-Stiftung stehe ich Interessierten und Sponsoren gerne zur Verfügung. Weil ich in den Medienbeiträgen oft nicht alles sagen kann, was mir wichtig ist, nutze ich hier diese Seite um mich ausführlicher zu erklären, denn in den Medien wird Vieles zensuriert, beschönigt und verharmlost. MCS ist neben allem unsäglichen Leid für die Betroffenen eine wertvolle Krankheit, sie will unserer Gesellschaft beibringen endlich umzudenken und sensibler mit unserer Umwelt umzugehen und die Ausbeutung und Vergiftung von Mensch und Natur zu stoppen. MCS ist ein Warnsignal der Natur. Greenpeace schreibt: Der Bio-Indikator "Mensch" schlägt Alarm. Wir brauchen viel mehr sensibilisierte Menschen in Wirtschaft und Politik denen Umweltanliegen und soziales Denken wichtig sind.
Während ich dies schreibe, möchte ich zum besseren Verständnis meine ganz persönliche Lage schildern, weil es eben vielen Betroffenen ähnlich geht, die jedoch kaum den Mut haben ihr Elend öffentlich zu machen, weil sie sich schämen: So lebe ich seit 12 Jahren im Wohnwagen, mangels verträglichem Wohnraum, mangels konkreter unkomplizierter Hilfe von Privaten und Behörden, mangels genügender finanzieller Mittel. Der Kauf eines bestehenden verträglichen Einfamilienhauses als Übergangslösung und Notwohnung für ca. 3 MCS-Betroffene im Grüngürtel um Zürich scheitert seit Jahren an den fehlenden finanziellen Mitteln und Mangel an Solidarität und Verständnis für die akute Not der Betroffenen. Längst würde ich gerne regionale individuelle kleine Wohnprojekte für MCS-Kranke realisieren, doch die finanziellen Mittel fehlen. Viele Freunde, Aussenstehende, Aerzte und Behörden nehmen unser Leiden nicht wirklich ernst und denken einfach dass MCS-Kranke entweder Hypochonder oder Sozialschmarotzer sind und begegnen uns Betroffenen eher mit Aggression, Gleichgültigkeit oder Spott als mit Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. So schlief ich in den letzten 20 Jahren auch Hunderte Nächte in meinem Auto irgendwo im Wald draussen, weil ich es in einer unverträglichen krankmachenden Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Zürich nur immerwieder kurz aushielt. Und weil viele Menschen, die meinen Überlebenskampf mitansehen, kein Verständnis haben und eher amüsiert zuschauen als auf die Idee zu kommen konkret zu helfen. Solche Erlebnisse kennen leider viele MCS-Betroffene aus eigener Erfahrung und dies müsste in einer zivilisierten menschlichen Gesellschaft nicht geschehen. Ja, zugegeben, Krankheiten wie MCS und CFS sind schwer zu verstehen, doch was jetzt geschieht mit diesen Menschen kann nur als Skandal bezeichnet werden.
Ein Zeichen für den bedenklichen Umgang mit Menschen mit bestimmten, schwer zu diagnostizierenden Krankheiten, die von der Schulmedizin aus unmenschlichen "wissenschaftlich" Gründen ausgegrenzt werden. Somit werden diese kranken Menschen der Willkür und dem Spott der Gesellschaft preisgegeben, werden als Simulanten und Scheininvalide stigmatisiert und zusätzlichem Leiden ausgesetzt und unendlich gedemütigt und traumatisiert. So wie für die unsäglichen Leiden der "Verdingkinder" oder der "Asbestopfer" werden sich die zuständigen Behörden einst bei den MCS und CFS-Kranken Menschen entschuldigen und Genugtuung leisten müssen. Leider für Viele zu spät. Brauchen denn die Mächtigen in den Behörden, in der Schulmedizin, ja brauchen denn die Mächtigen überhaupt immer irgendwelche Menschengruppen und Minderheiten die sie der Ausbeutung, Ausgrenzung und der Diskriminierung preisgeben müssen, um sich selber besser zu fühlen, um durch den Missbrauch ihrer Macht an andern ihre Frustrationen, ihren Sadismus und eigenen Abgründe auszuleben ? Es ist mir ein grosses Anliegen dies mal klar auszudrücken, denn unsere Gesellschaft und unser Gesundheitssystem ist krank und unmenschlich. Wir sind beherrscht von kranken Geldmenschen und ihrem kranken Denken. Es braucht eine menschliche soziale Revolution die den Machtmissbrauch im Staat und im Gesundheitssystem eindämmen, es braucht eine neue Solidarität und Nachhaltigkeit, die das Wohl aller in den Mittelpunkt stellt. Denn im Moment haben mehrheitlich skrupellose, rein profitorientierte Konzerne und eigennützige Multimillionäre die Politik im Griff.
Überall setzen sich skrupellose Geld- und Machtmenschen an die Spitze und besetzen Kaderpositionen mit Ihresgleichen. Sozial, verantwortungsvoll und nachhaltig denkende Menschen werden abgesägt auf ihrer Karriereleiter. Skrupellose Manager, die Angestellte als "Menschenmaterial" bezeichnen und für kurzfristigen Profit und Eigennutz über Leichen gehen, werden gefördert. Viele Politiker stehen im Dienste dieser ausbeutenden Machtmenschen und politisieren nicht für die Schwachen und Kranken, sie politisieren nicht für Solidarität und sozialen Ausgleich. Unser System funktioniert im Moment immer mehr destruktiv auf der Ausbeutung von Schwachen und Anständigen. Die Umverteilung schreitet trotz allem Schönreden voran, die soziale Schere geht weiter auseinander. Immer weniger Reiche besitzen immer grössere Vermögen und genau diese Kreise wollen unseren sozialen Staat noch mehr schwächen, damit sie noch mächtiger werden und noch mehr machen können was sie wollen. Als Vorbild dienen Berlusconi und dergleichen weltweit, die beweisen wie weit man kommt mit Skrupellosigkeit. Die Skrupellosen setzen sich durch und verspotten "soziales Denken" und "Gutmenschentum". Sie predigen Eigennutz, Egoismus und Nationalismus und arbeiten mit süffigen Feindbildern, dabei müssten sie vor sich selber warnen, denn sie vergiften unseren Planeten mit ihrem kranken Denken und ihren Grossmachtansprüchen. In was für einer Zeit leben wir? Ist das die schöne neue Welt? Wir MCS- und CFS-Betroffene bekommen es zuerst zu spüren und auch die andern Diskriminierten und Ausgebeuteten, die an den Rand dieses Systems gedrückt werden.
Viele Politiker vertreten nicht das einfache Volk und auch nicht die Schwächsten und Unterdrückten, sondern sie stehen im Sold von Grosskonzernen und Ausbeutern. Die jetzige gesellschaftliche Entwicklung ist krank, sie öffnet der Macht- und Profitgier von einzelnen destruktiven Machtmenschen viel zu viele Türen, das Ergebnis sind unsoziale unmenschliche Zustände. Umdenken ist angesagt. Dazu braucht es auch in unserer Gesellschaft Mutige, die es wagen auszusprechen wie es wirklich ist, auch wenn es unbequem ist, ohne zu beschönigen, denn sonst verändert sich nichts. Ich lebe seit über 50 Jahren mit einer diskriminierten Krankheit am Rande dieser sich weiter destruktiv entwickelnden Gesellschaft. Und ich erlaube es mir dies auszusprechen, dass trotz allem Guten was sich durchaus entwickelt, das Schlechte noch weiterhin überwiegt und der "Turnaround", das notwenige Umdenken und Aufbegehren der Mehrheit, noch bei weitem nicht angefangen hat. Ohne das Erwachen und Aufstehen der grossen Mehrheit wird sich nichts tun. Bis dahin wird das Leiden von vielen Diskriminierten und Ausgebeuteten also noch zunehmen. Leider.
Wehe Du hast die falsche Krankheit !
Diskriminierung von MCS- und CFS-kranken Menschen soll
beendet werden.
Die Unmenschlichkeit der Apparatemedizin bei schwer
diagnostizierbaren Krankheiten.
Immer mehr Menschen leiden an schwer diagnostizierbaren Krankheiten wie MCS und CFS (Chronic Fatigue Syndrome). Da sich die heutige Schulmedizin jedoch mehr auf Diagnosegeräte verlässt als auf ganzheitliche menschliche Wahrnehmung werden MCS- und CFS-Kranke leider meist als psychisch Kranke oder als Simulanten fehldiagnostiziert. Das führt zu unendlichem Leid für die Betroffenen. Die ganze Tragödie wird von der Schulmedizin mit „Wissenschaftlichkeit“ gerechtfertigt. Sicher sind die heutigen Wissenschafter und Mediziner nicht bösartige Menschen und die Apparatemedizin hat ja auch ihre guten und lebensrettenden Seiten, aber im Laufe der Zeit hat sich da eine zu sehr auf die Geräte orientierte Blindheit und Unmenschlichkeit eingeschlichen, was sich ändern muss. Medizinische Diagnosen via Medizinaltechnik werden überbewertet, und die ganzheitliche ärztliche Wahrnehmung und Empathie (Einfühlungsvermögen) werden abgewertet.
Kaum ein Schulmediziner traut sich heute der sogenannten
Wissenschaftlichkeit der gängigen Lehre zu widersprechen. Zu gross ist
der Druck den eine übers Ziel hinaus geschossene Apparatemedizin
verursacht. Doch es braucht jetzt wieder
eine menschliche ganzheitliche Revolution in der Schulmedizin. Vor 300
Jahren war ein Mensch krank, wenn er krank war und der Arzt verliess
sich auf die Aussagen des Patienten und er nahm seine Leiden ernst, denn
die Diagnosegräte fehlten damals fast gänzlich, der Arzt verliess sich
auf seine Wahrnehmung, er vertraute dem Patienten damals mehr. Heute ist ein Mensch nur krank, wenn die medizinischen Geräte sein
Leiden und seine Schmerzen bestätigen. Eigentlich ist dies ein
grotesker Rückschritt in eine roboterhafte Unmenschlichkeit. Ich lebe
seit über 50 Jahren mit dieser diskriminierten Erkrankung, ich weiss
von was ich rede, wie sehr ich an Betonmauern abprallte. Was ich erlebt
habe und immernoch erlebe ist ein endloser Albtraum, abgestempelt als
Scheininvalider und Sozialschmarotzer, ein Leben das ich keinem andern
Menschen wünsche. Ich hoffe dass ich einen echten Fortschritt auf
diesem Gebiet noch erleben darf, dass die Not und das Leid von vielen
MCS- und CFS-kranken Menschen und die Not anderer diskriminierten
Erkrankten ernst genommen wird.
Da ich wie gesagt seit 5 Jahrzehnten an diesen nicht
anerkannten und diskriminierten Krankheiten leide und die Not vieler
Mitbetroffenen kenne, ist es mir ein grosses Anliegen da endlich eine
Anerkennung und Beendung der Diskriminierung zu erreichen.
Seit vielen Jahren setze ich mich für eine Anerkennung ein.
Unser ganzes Gesundheitssystem kostet uns über
50 Milliarden Franken im Jahr und wird als ein wunderbares
menschliches Gesundheitssystem gelobt. Es kann nicht sein, dass da
kranke Menschen diskriminiert werden und in ihrem grossen Leiden noch
zusätzlich als Simulanten und Scheininvalide behandelt werden. Schon
vor 36 Jahren war ich mir dieser Diskriminierung voll bewusst, und habe
dagegen angekämpft. Ich hätte damals nie gedacht, das diese
unmenschliche Diskriminierung von kranken Menschen jahrzehntelang
weitergeht. Dies zeigt, dass wir nicht nur in andern Ländern eine
Revolution benötigen im Zeichen der Menschlichkeit, sondern auch bei
uns.
Es gibt jetzt ein MCS-Wohnprojekt für MCS-kranke Menschen, das von der Stadt Zürich unterstützt wird. Das ist zwar ein Meilenstein und ein Zeichen der Menschlichkeit der Zürcher Behörden, doch leider ist dies eine einsame Ausnahme und nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Viele MCS- und CFS-kranke Menschen sind jetzt in grosser Not und umfassende Hilfe wäre jetzt angesagt. Das Zürcher MCS-Wohnprojekt zum Beispiel wird erst 2013 fertig gestellt sein und bietet auch dann nur einige wenige Wohnungen. Und krankengerechte Wohnungen sind nur ein Teilaspekt der notwendigen Hilfe bei MCS-Betroffenen. Und die staatlichen Gesundheitsbehörden lassen uns MCS-Kranke weiterhin im Regen stehen und verursachen unendliches Leid. Denn MCS- und CFS-kranke Menschen sind oft schwerst invalid und brauchen umfangreiche Hilfsmittel und Betreuung sowie speziellen Wohnraum bei MCS. Und das Wichtigste: die Betroffenen brauchen endlich eine Rehabilitierung, eine Wiedergutmachung, sowie eine gesellschaftliche Anerkennung ihrer Erkrankung, dies kann durch Kampagnen und Aufklärung durch die zuständige Behörden erreicht werden. Seit Jahrzehnten bestreiten „Wissenschafter“ diese Erkrankungen, weil die medizinischen Geräte ihnen keine klare Diagnose liefern. Den leidenden Patienten wird nicht geglaubt. Psychiatrisierung und Diskriminierung sind die Folge. Dies kann nicht länger andauern. Das Leiden und die Aussagen von Patienten sollen wieder mehr Gewicht haben als medizinische Geräte, die trotz immer mehr Perfektion nie den Menschen so ganzheitlich erfassen können wie dies ein Mensch kann. Wir Betroffenenorganisationen fordern dringend das Gespräch mit den verantwortlichen Gesundheitsbehörden.
Was ist MCS ?
MCS ist eine schwere Chemikalien-Unverträglichkeit verursacht durch Umwelt-Schadstoffe und andere Faktoren, die noch wenig erforscht sind. Tatsache ist, dass die Menschen leiden und psychische Diagnosen der Krankheit nicht gerecht werden und echte Hilfe verhindern. Diese Erkrankung ist ein Indikator, das eine ganzheitlichere menschlichere Medizin gefragt ist und die Apparatemedizin dieser menschlicheren Medizin unterstellt werden muss und diese nicht dominieren sollte, wie es jetzt der Fall ist. Zudem ist die ganze Schulmedizin, Spitäler, viele Ärzte und vor allem die Pharmaindustrie zu sehr auf den Profit fokussiert und zuwenig auf das Wohl des Menschen. So wird Krankheit sehr oft als Verdienstquelle gesehen und das Wohl des Einzelnen gerät in den Hintergrund, zudem wird die Apparatemedizin überbewertet. Nur so ist es möglich, dass unsere heutige "Gesundheitsindustrie" schwer kranke Menschen in ihrem Leiden nicht ernst nimmt. Es gibt höhere Werte als den kurzfristigen materiellen Profit auf Kosten von Mensch und Natur. Es braucht eine menschlichere ganzheitlichere Schulmedizin in welcher auch kranke Menschen mit noch nicht diagnostizierbaren Krankheiten als kranke Menschen behandelt werden. Der Mensch im Arzt ist durchaus in der Lage dies zu tun.
Es braucht eine neue Menschlichkeit in der Medizin und zudem neue Gesetze, die Menschen mit schwer diagnostizierbaren Krankheiten den Rücken stärken. Und zudem braucht es neue Gesetze, die Unternehmen Vorteile verschaffen, die umweltgerecht und energiebewusst arbeiten, so dass nicht Profitmaximierung belohnt wird, sondern ganzheitliches Handeln das dem Wohle aller dient. Wir brauchen keine kranke Medizin, die zusätzlich Leiden verursacht, weil sie gewisse Krankheiten diskriminiert und das Leiden von Menschen bestreitet. Wir brauchen keine Medizin, die nur Symptome bekämpft. Wir brauchen eine neue Medizin, die bereit ist gesünder zu werden, ganzheitlicher, menschlicher.
Wenn jetzt der Staat versucht immer mehr kranken Menschen, die arbeitsunfähig sind, die Invalidenrenten wegzunehmen oder zu verweigern, wird es nur um so schneller einen Aufstand geben. Denn schwerkranke Menschen lassen sich nicht länger als Sozialschmarotzer behandeln oder in die Sozialhilfe abschieben. Auch wenn kranke Menschen es schwerer haben sich zur Wehr zu setzen, sie werden es tun.
Das Golfkriegssyndrom - MCS-Thematik
Neue Studien belegen dass tausende US-Soldaten, die am MCS-typischen Golfkriegssyndrom erkrankt sind, durch Chemikalien, die im Krieg eingesetzt wurden, geschädigt wurden. Die Umweltkrankheit MCS ist eine völlig logische Folge, eine Reaktion auf eine überchemisierte Umwelt. Unser menschliches Warnsystem möchte uns etwas Wichtiges sagen. Nur schon die allgegenwärtigen Duftstoffe, der Zwang alles künstlich parfümieren zu müssen, zeigt das da etwas nicht stimmt, das man da offensichtlich übers Ziel hinausschiesst. So wie beissender Zigarettenrauch für viele Menschen schmerzhaft einzuatmen ist, genauso ätzend und schmerzhaft ist für viele Umweltkranke das Einatmen von Parfüms, Dieselabgasen, Lösungsmitteln und andern flüchtigen Ausgasungen. Wir versuchen durch unsere Öffentlichkeitsarbeit auch Menschen die keine solchen Krankheiten haben, verständlicher zu machen um was es bei diesem Leiden geht und dass es eine schwere chronische Krankheit ist.
Wir
versuchen verständlicher zu machen was es heisst, nicht mehr unter die
Leute gehen zu können und nichtmehr mit Freunden zusammensitzen und am
öffentlichen Leben teilnehmen zu können, weil einem die
allgegenwärtigen Duftstoffe von Kosmetik, Waschmitteln, Parfüms,
Putzmitteln in den Lungen schmerzen und einem krank machen.
Seit
50 Jahren MCS-krank
Seit meiner frühesten Kindheit bin ich umweltkrank und leide unter starken MCS-Symptomen, also seit über 50 Jahren. Ein weiterer Beweis, dass MCS keine "neue Mode-Krankheit" ist. Ich wurde mit meiner schweren MCS-Erkrankung über fünf Jahrzehnte nicht ernst genommen und habe deshalb oft ums Überleben gekämpft, in einer Welt, die lange Zeit keinerlei Verständnis hatte für diese Erkrankung. Auch habe ich mangels Hilfe und verträglichem Wohnraum jahrelang im Wohnwagen gelebt, habe oft auch im Freien geschlafen. Darum möchte ich mich im Namen von vielen MCS-Betroffenen, die Ähnliches erlitten haben, an die heute Verantwortlichen unserer Gesellschaft und unseres Gesundheitssystems wenden, mitzuhelfen da mehr Verständnis für Umweltkranke zu ermöglichen.
Die
Pollenallergie zum Beispiel ist heute, anders als vor Jahrzehnten, völlig
anerkannt. Jedem ist bewusst, dass winzige „harmlose“ Pollen heftige
Krankheitsbeschwerden auslösen können. Genauso gibt es auch heftigste
Reaktionen auf kleinste Spuren von Chemikalien. Ich litt schon als Kind
enorm unter Pestiziden, Lösungsmitteln, Holzschutzmitteln, Chlor in
Schwimmbädern und in Bleichmitteln, etc. Viele der Stoffe, die uns
Umweltkranken Beschwerden bereiten sind eben industrielle Produkte.
Darum appellieren wir an die Verantwortlichen von Industrie und Politik
beim Thema Umweltkrankheit MCS sensibler hinzuhören, denn es ist ein
wertvolles Signal, das hier gesendet wird. Wer umweltorientiert
produziert hat schon sehr schnell immer mehr Marktvorteile, und Mensch
und Natur danken es.
Hier
möchte ich allen danken, die sich für unser Anliegen einsetzen.
Christian
Schifferle
Leiter
MCS-Liga Schweiz
www.mcs-liga.ch